Von Wiesel, Eichhörnchen und Specht

Ich war schon lange nicht mehr in Bochum, Berlin und/oder Saarbrücken. Ich war auch schon lange nicht mehr in New York. Das erste Mal, dass ich in New York gewesen war, ist schon lange her. Es muss kurz nach der Jahrtausendwende gewesen sein. Sie merken hier bestimmt, wie relativ die Zeitangabe „kurz“ ist. Sie denken jetzt sicherlich, ich redete etwa vom Jahre 2001 oder 2002. Wären wir in der Zeitrechung schon etwa zweihundert Jahre weiter fortgeschritten, würden Sie vielleicht denken, ich redete etwa vom Jahre 2009 oder 2010. Sie können sich jetzt aussuchen, von welcher Zeitspanne ich erzähle. Barack Obama war Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, an Ground Zero dauerten die Wiederaufbauarbeiten an, Google+ gab es noch nicht. Vielleicht helfen diese Randbedingungen zur besseren zeitlichen Einordnung. Weiterlesen

Die Zukunft eilt sehr

War ja klar. Gerade dann, wenn Eris ein einziges Mal das Vibromesser wirklich bräuchte, verweigert es den Dienst. Murphys Gesetze funktionieren wirklich immer noch. Was aber auch nicht weiter schlimm ist, ist sie doch eine Meisterin darin, Vibromesser zu reparieren (illegal natürlich). Dazu muss sie nur unter der Fußbodenverkleidung im Netzraum das unscheinbare Kästchen suchen, in dem sie über die Jahre alles zusammengetragen hat, was sie zur Vibromesserreparatur jedweder Art benötigt. Dieser Defekt kann nichts Großes sein, das Messer müsste in einigen Minuten wieder ordnungsgemäß funktionieren. Weiterlesen

Deep Down

„Was? 18 Euro für ’ne Freakshow? Das krieg’ ich bei mir in der Schule umsonst!“

Ich habe im Bus nie in der letzten Reihe gesessen. Die Plätze waren per se für die Coolen reserviert. Wen oder was wir damals für cool hielten. Ist scheinbar heute immer noch so: Drei wilde Skaterboys mit ihren Brettern. Sehr ausgewählt zusammengestelltes Sportgerät, das vom regen Gebrauch gezeichnet ist. So, wie das sein muss.

„Warum fährt der Bus hier nicht links?“ Weiterlesen

Der springende Punk

Jedenfalls fand ich mich so auf dem etwa dritten Punkkonzert meines Lebens wieder. Die Konzerte meiner Band von damals zähle ich nicht mit, im Rückblick darf das nicht als Musik bezeichnet werden. Vor Jahren (also zumindest vor genügend langer Zeit, dass ich keine Gelegenheit hatte, sie zu erleben) aufgelöst, wollten sich die Mannen kurz vor Weihnachten noch einmal zusammenfinden, einfach nur, um noch einmal gemeinsam vor Publikum die alten Gassenhauer zu spielen. Haben Sie je in einer Band gespielt, vor Publikum? Wahrscheinlich können Sie nur dann verstehen, welches Gefühl das bringt. Spaß haben und gleichzeitig die Welt retten, können Sie sich Besseres vorstellen? „Bastard Club“, selten einen Namen gehört, der mehr zum Augenrollen verleitete. Hört sich ein bisschen wie „Titty Twister“ für Arme an. Immerhin erkannte mich irgendjemand, der mir seinen Namen nicht sagen wollte, als Radiofritzen und schleuste mich über sein +1 in den Laden. Danach war er zu schnell weg, als dass ich ihn noch auf ein Bier hätte einladen können. Dabei verteile ich doch so gerne Biere. Wer auch immer je eins möchte, kann gerne zu mir kommen. Weiterlesen